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Der Fall der Reichsbürger: Die Organisatoren des Staatsstreichs in Deutschland fanden viele Waffen

Experten glauben, dass die Verschwörer nicht unterschätzt werden sollten: „Das ist keine Zusammenrottung harmloser Exzentriker“


Die Verhaftungs- und Durchsuchungswelle, die am Mittwoch durch elf Bundesländer sowie in Österreich und Italien fegte, beendete die Existenz der Extremistengruppe „Reichsbürger“, die den gewaltsamen Umsturz in Deutschland plante.
Ein großangelegter Polizeieinsatz führte zur Festnahme von 25 Personen (22 von ihnen als Terrorverdächtiger), aber mit hoher Wahrscheinlichkeit kommt es zu einer neuen Verhaftungswelle. Bisher hat die Polizei 53 Personen verdächtigt, die Ermittlungsbehörden sammeln weiter Beweise.


Auch am Mittwoch führte die Polizei mehr als 150 Durchsuchungen durch. Und nicht umsonst. Bei 50 Objekten (Häuser, Wohnungen, Kasernen) wurden Verstecke mit Waffen gefunden. Diese Information wurde dem ZDF vom Verfassungsschutzpräsidenten der Sicherheitsbehörde Thomas Haldenwang bestätigt: „Die Verschwörer haben Waffen gekauft. Sie waren sehr entschlossen, diese extremistische Gruppe war eine echte Bedrohung. Aber die deutschen Sicherheitsbehörden haben die Situation die ganze Zeit unter Kontrolle gehalten.“


Die Terroristen wollten Deutschland in Dunkelheit stürzen


Auch fast die gesamte Führung der Terrororganisation wurde festgenommen, allen voran der 71-jährige Prinz Heinrich XIII. (Erbe der Fürstenfamilie Reuss aus Thüringen).
Die Verschwörer bildeten einen Regierungsrat und ernannten sogar Minister für die künftige deutsche Regierung. Die ehemalige AfD-Abgeordnete Birgit Malsack-Winkemann wurde zur „Justizministerin“, die niedersächsische Hausärztin Melanie Ritter zur „Gesundheitsministerin“ und der Rechtsanwalt Tim Paul Gorgass zum „Außenminister“.
Sie alle werden in Gewahrsam genommen, ebenso der ehemalige Oberstleutnant der Bundeswehr, Rüdiger von Pescatore, der den „Kampfflügel“ der Organisation leitete. Er befasste sich mit dem Kauf von Waffen für die Bedürfnisse der Militanten, der Rekrutierung von Militär- und Polizeibeamten sowie der Gründung der sogenannten „National Security Company“. Sie war es, die nach dem Plan der Putschisten den Bundestag stürmen, alle Regierungsmitglieder und Abgeordneten verhaften sollte. Die Verschwörer planten auch, die Stromversorgung Deutschlands für mehrere Tage abzuschalten, um im ganzen Land Chaos und Volksunruhen zu provozieren.


Faeser: „Sie waren eine Gefahr für die nationale Sicherheit“


Wann genau die Terrorgruppe den Aufstand geplant hat, ist noch nicht bekannt. Aber die deutschen Sicherheitskräfte haben nicht auf den Beginn des Putsches gewartet, sondern proaktiv gespielt. Nach dem Beginn einer großangelegten Polizeirazzia liegen unwiderlegbare Beweismittel und Beweise für die staatsfeindlichen Aktivitäten der Reichsbürger Organisation und ihres „militärischen Flügels“ vor. Expertin Andrea Lindholz glaubt, dass die Reichsbürger alles andere als eine Vereinigung harmloser Exzentriker und Verschwörungstheoretiker sind. „Sie waren auf dem Weg zur Machtergreifung gewaltbereit“, sagt Lindholz, die Vizechefin der Unionsfraktion der „Rheinischen Post“. Die gleiche Meinung vertrat die deutsche Innenministerin Nancy Faeser:„Diese Organisation wurde durch ihre militärische Komponente für die Gesellschaft gefährlich. In der Terrorgruppe waren viele ehemalige Mitarbeiter der Bundeswehr, die mit Waffen umgehen können. Und sie hatten Waffen. Faeser sagte auch, dass eine großangelegte Überprüfung des Personals der Bundeswehr und der Polizei im Gange sei, weil die Putschisten planten, die derzeitigen Sicherheitskräfte auf ihre Seite zu ziehen.

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